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Letzte Woche Freitag besuchte ein Großteil unseres Teams unseren Partnerbetrieb und Lieferanten, die Hofgemeinschaft Grummersort in Hude bei Oldenburg. Diese Gemeinschaft, die seit 2017 aus drei jungen Familien besteht, verfolgt bereits seit langem die Idee, die Hofstelle biologisch-dynamisch nach Demeter-Standards zu bewirtschaften. Schon im Jahr 1987 wurde der Hof dem "Hof Grummersort Landbau und Pädagogik e.V." übertragen, wodurch die gemeinnützigen Ziele des Vereins sowohl in den landwirtschaftlichen Tätigkeiten als auch im sozialen Miteinander und in der pädagogischen Arbeit in den Mittelpunkt gerückt wurden. Von diesem Leitgedanken angetrieben, entschieden sich die drei Pächterfamilien dazu, einen Teil des Hofes nach dem Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft zu bewirtschaften. Auf diese Weise beteiligt sich eine Gruppe engagierter Menschen aus der Region an den anfallenden Kosten und dem Ernterisiko und wird im Gegenzug einmal wöchentlich mit den geernteten Produkten belohnt. Es besteht regelmäßig die Möglichkeit, bei gemeinsamen Aktionen mit anzupacken und dabei etwas über die Arbeitsweise im Ökolandbau zu lernen.

Neben der Bewirtschaftung von Ackerland sowie dem Gemüseanbau im Freiland und im Gewächshaus kümmert sich die Hofgemeinschaft auch um ihre Kühe, Schweine und weitere Kleintiere. Die Erzeugnisse des Hofes werden teilweise vor Ort in der Hofkäserei und der Bäckerei weiterverarbeitet. Die mühsame und liebevolle Handarbeit zahlt sich aus, denn die Käserei und viele Produkte wurden bereits ausgezeichnet.

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Wir hatten das Vergnügen, eine ausführliche Käsereiführung von Iris zu erhalten, die uns in dieses faszinierende Feld einführte, in dem es viel zu beachten gibt und jedes Element seinen Platz im hofeigenen Kreislauf hat. Es wird ausschließlich Rohmilch zu einigen köstlichen und teilweise sehr besonderen Käsesorten verarbeitet, wobei die Milch von den eigenen Kühen stammt. Die Kälbchen dürfen hier etwa 90 Tage bei ihren Müttern bleiben. Im Sommer stehen die Kühe auf der Weide und kommen nur zum Melken selbstständig rein. Im Winter erhalten die Kühe Heu und keine Silage, da diese Sporen enthält, was bei der Verarbeitung von Rohmilch zu Käse zu Problemen führen könnte. In der Käserei wird alles von Hand gemacht, jeder Schritt erfordert Zeit und Fürsorge, was Raum für besondere Kreationen lässt, von denen wir im letzten Teil der Führung einige kosten durften. Iris ließ uns jeden Käse probieren und gab uns viele Informationen dazu, von den milden "Zwergen", die aromatisch aber sanft schmecken, über Camembert und Hofkäse bis hin zu den fantastischen Bergkäsen, die umso kräftiger werden, je länger sie reifen. Es war für jede:n, die:der grundsätzlich Käse isst, etwas dabei.
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Bei der Stallführung mit Sebastian fiel uns besonders auf, dass die Kühe alle ihren festen Platz mit Namensschildern hatten und diesen auch gut kannten. Wir hatten bereits von Iris viel über die Milch gehört. Dass die Kälbchen hier bei ihren Müttern bleiben dürfen, ist tatsächlich etwas Besonderes und leider so gar nicht die Regel. Sie versuchen viel im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
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Die Schweine, die auf dem Hof leben, sind ebenfalls Teil des hofeigenen Kreislaufs. Sie werden mit einem vielfältigen Futter versorgt, das ansonsten auf dem Müll landen würde. Dazu gehören übrig gebliebene Molke aus der Käserei sowie viele Gemüsereste aus der Gärtnerei. Gleichzeitig produzieren sie hochwertigen Dünger, den die Gemeinschaft nicht kaufen muss. So schließt sich der Kreislauf nachhaltig und effizient.
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Da die handwerklich hergestellten Produkte natürlich einen angemessenen Preis haben müssen, erzählte uns Christoph einiges über die verschiedenen Vermarktungswege, von Marktständen über die Hofkiste bis hin zur solidarischen Landwirtschaft. Auch das Energiekonzept des Hofes ist spannend, da sie die benötigte Energie mit einem Holzvergaser erzeugen. Einen Großteil des Holzes erzeugen sie sogar selbst, indem sie Hackschnitzel aus den eigenen Gehölzschnittmaßnahmen herstellen. Alles Weitere stammt aus Pflegeschnittmaßnahmen von z.B. Autobahnen und Bahntrassen.
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Insgesamt trafen wir auf einen bunten Haufen sehr sympathischer Menschen mit Visionen für die Zukunft. Wir werden wahrscheinlich nicht das letzte Mal dort gewesen sein und können einen Besuch nur empfehlen. Der Verkauf ab Hof findet immer freitags von 15:00 bis 18:00 Uhr statt.

Auch wir haben regelmäßig Produkte aus der Käserei in unserem Sortiment. Hier findest du alles, was gerade da ist:

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Zu Besuch bei der Hofgemeinschaft Grummersort

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